Wirtschaftskrise trifft Zahlungsmoral:
Inkasso- und Insolvenzfälle steigen deutlich

Steigende Insolvenzzahlen, zunehmende Liquiditätsengpässe und eine schwächere Zahlungsmoral belasten Unternehmen zunehmend. Der aktuelle Branchenreport 2025 des Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e. V. zeigt, dass Forderungsausfälle und verspätete Zahlungen zu einem immer größeren wirtschaftlichen Risiko werden.

Der Branchenreport 2025 des Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e. V. (BDIU) zeigt deutlich: Die Zahlungsmoral in Deutschland hat sich weiter verschlechtert, Forderungsausfälle für Unternehmen werden zunehmend zu einem ernsthaften wirtschaftlichen Risiko. Die Zahl der neu an Inkassodienstleister übergebenen Fälle ist immens gestiegen, gleichzeitig wird die erfolgreiche Durchsetzung offener Forderungen immer schwieriger. Besonders betroffen sind kleine und mittlere Forderungen sowie inzwischen auch vermehrt Forderungen gegenüber Unternehmen. Viele Schuldner können aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Lage offene Rechnungen nur teilweise oder gar nicht begleichen.

Mehr Inkassofälle durch wirtschaftliche Unsicherheit

Die Inkassofälle steigen insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten deutlich an. Dabei handelt es sich bei den veröffentlichten Zahlen um die Gesamtzahl aller Inkassofälle, ohne eine konkrete Trennung zwischen B2C- und B2B-Forderungen vorzunehmen.

Aus unserer Sicht als Kreditversicherungsmakler beobachten wir jedoch ebenfalls eine klare Zunahme der Überfälligkeitsmeldungen sowie der bei Kreditversicherern eingereichten Inkassofälle im Unternehmensbereich. Diese Entwicklung überrascht wenig, da auch die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Europa im Jahr 2025 weiter angestiegen ist. Die wirtschaftliche Unsicherheit, hohe Finanzierungskosten und zunehmende Liquiditätsengpässe führen dazu, dass Rechnungen später oder teilweise gar nicht mehr bezahlt werden.

Forderungsmanagement gewinnt strategisch an Bedeutung

Aus der Sicht als Kreditversicherungsmakler bestätigt der Report damit die wachsende Bedeutung professioneller Absicherungs- und Risikomanagementlösungen. Unternehmen sehen sich zunehmend mit verspäteten Zahlungen, höheren Ausfallrisiken und belasteten Cashflows konfrontiert. Gleichzeitig steigen die Kosten für gerichtliche Verfahren, wodurch die Durchsetzung kleiner Forderungen häufig wirtschaftlich kaum noch sinnvoll ist. Dadurch wächst der Bedarf an präventiven Maßnahmen wie Bonitätsprüfungen, strukturiertem Forderungsmanagement und Kreditversicherungen erheblich.

Ein striktes Mahnverfahren ist dabei wichtiger denn je: Je schneller und konsequenter offene Forderungen angemahnt werden, desto schneller befindet sich das Geld wieder auf dem richtigen – Ihrem – Konto. Hierfür empfehlen wir auch regelmäßig die Beauftragung eines professionellen Inkassodienstleisters. Unsere Erfahrung zeigt, dass individuell auf Unternehmen und Branche abgestimmte Mahn- und Inkassolösungen häufig kundenorientierter und erfolgreicher wahrgenommen werden als standardisierte Lösungen, wie sie beispielsweise von Versicherern angeboten werden. Deshalb empfehlen wir als Kreditversicherungsmakler in den meisten Fällen die zusätzliche Integration separater Inkassodienstleister als sinnvolle Ergänzung innerhalb der Warenkreditversicherung. Einer unserer Partner ist dabei der IHD, ein auf B2B spezialisierter Inkassodienstleister.

B2C-Forderungen – also Forderungen gegenüber Privatpersonen – sowie kleinere B2B-Forderungen sind häufig nicht durch die Warenkreditversicherung abgedeckt. Dennoch sollten Unternehmen den Einsatz professioneller Inkassodienstleistungen in Betracht ziehen. Gerne unterstützen wir Sie dabei, den passenden Partner für Ihre individuellen Anforderungen zu finden.

Kreditversicherung als stabile Absicherung

Die Kreditversicherung spielt dabei eine zentrale Rolle als Absicherungsinstrument gegen Zahlungsausfälle und bildet die finanzielle Basis für ein aktives Forderungsmanagement. Das Zusammenspiel eines professionellen externen und versicherungsunabhängigen Inkasso-Setup lässt sich in Kombination mit Ihrer Warenkreditversicherungspolice oft vertraglich festschreiben und wird nicht nur Ihr Ausfallrisiko reduzieren, sondern auch für einen schnelleren Eingang der offener Forderungen sorgen. So entsteht ein Zusammenspiel aus Prävention, Absicherung und konsequenter Beitreibung, das Unternehmen in volatilen Märkten stabilisiert.

Sprechen Sie uns an.

Jens Kammann

Jens Kammann

Geschäftsführer
Wa-Ka Kreditversicherungsmakler GmbH
Tel.: (0171) 7 64 44 24
E-Mail: kammann(at)wa-ka.de

Heiko Walter

Heiko Walter

Geschäftsführer
Wa-Ka Kreditversicherungsmakler GmbH
Wa-Ka Credit Solutions GmbH
Tel.: (0171) 7 64 44 22
E-Mail: walter(at)wa-ka.de

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